ADHS-Diagnostik
in Präsenz und online
 

Differenzierte Abklärung bei ADHS-Verdacht

ADHS zeigt sich im Erwachsenenalter sehr unterschiedlich: Schwierigkeiten bei Konzentration und Organisation, innere Unruhe, Impulsivität oder Vergesslichkeit können Alltag, Beruf und Beziehungen stark belasten. Gleichzeitig bringen viele Betroffene besondere Stärken wie Kreativität, Begeisterungsfähigkeit oder ein ausgeprägtes Gespür für Details mit. Nicht jede einzelne dieser Eigenschaften weist jedoch automatisch auf ADHS hin. Wenn Sie unsicher sind und Klarheit über Ihre Symptome wünschen, ist eine diagnostische Abklärung empfehlenswert. Die Diagnostik erfolgt nach modernen, wissenschaftlich validierten Methoden in einem mehrschrittigen, strukturierten Prozess. Dabei werden verschiedene diagnostische Quellen kombiniert, um eine differenzierte und verlässliche Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen.  

Auf Basis dieser Grundlage besprechen wir, welche nächsten Schritte für Sie sinnvoll sein könnten – eine Möglichkeit ist die Teilnahme an meiner Gruppentherapie für Erwachsene mit ADHS, die praxisnahe Unterstützung und Austausch mit anderen Betroffenen bietet.

ADHS-Gruppentherapie

Manche Themen lassen sich leichter bearbeiten, wenn man merkt, nicht allein damit zu sein. Nach abgeschlossener Diagnostik besteht daher die Möglichkeit, an einer ADHS-spezifischen Gruppentherapie teilzunehmen. Das Angebot richtet sich an Erwachsene mit gesicherter ADHS-Diagnose; eine medikamentöse Behandlung ist keine Voraussetzung. Die Gruppengröße ist bewusst auf maximal neun feste Teilnehmer:innen begrenzt, um eine vertrauensvolle Atmosphäre und eine  kontinuierliche Zusammenarbeit zu ermöglichen. Der Austausch mit Menschen, die ähnliche Herausforderungen kennen, kann entlasten, Normalisierung ermöglichen und neue Perspektiven eröffnen. Therapeutische Inhalte werden strukturiert vermittelt und gemeinsam reflektiert.

Ziel ist es, ein vertieftes Verständnis der eigenen Symptomatik zu entwickeln, Zusammenhänge zwischen Gedanken, Gefühlen und Verhalten zu erkennen und konkrete Veränderungen im Alltag zu erproben. Die Gruppe umfasst sieben Sitzungen à 100 Minuten, die im zweiwöchentlichen Rhythmus stattfinden.

Gemeinsam entwickeln wir Strategien, um Stärken gezielt zu nutzen und mehr Struktur, Fokus und Lebensqualität zu gewinnen.  

Sie haben Fragen oder möchten ein Erstgespräch vereinbaren?
Ich freue mich über Ihre Kontaktaufnahme.

Ablauf einer ADHS-Diagnostik

1. Kontaktaufnahme

Ich arbeite ausschließlich mit vereinbarten Terminen, um ausreichend Zeit und Ruhe für das Gespräch zu ermöglichen. Ein Besuch ohne vorherige Terminvereinbarung ist daher leider nicht möglich. Bitte schreiben Sie mir eine E-Mail, nutzen das Kontaktformular, rufen an oder buchen einen Termin über Doctolib, um einen passenden Gesprächstermin zu vereinbaren.

2. Fragebögen und Unterlagen zu Ihrer Symptomatik

Zur Vorbereitung auf den Termin erhalten Sie mehrere Online-Fragebögen, die unterschiedliche Perspektiven berücksichtigen. Neben einer Selbsteinschätzung zu Ihrer aktuellen Symptomatik und Ihrem Alltagserleben ist auch eine Fremdeinschätzung durch eine nahestehende Person aus Ihrem aktuellen Umfeld vorgesehen, etwa durch Partner:in oder enge Freund:innen. Diese Außenperspektive ergänzt die Selbsteinschätzung und hilft, die aktuelle Symptomatik umfassender einzuordnen. Zudem wird erfasst, ob ADHS-typische Merkmale bereits in der Kindheit bestanden. Hierfür dient ein Fragebogen für Eltern oder andere frühe Bezugspersonen. Ergänzend können vorhandene Unterlagen, beispielsweise Grundschulzeugnisse oder andere frühe Dokumente, hilfreiche Hinweise liefern.

3. Erstgespräch (Anamnese)

In einem gemeinsamen Gespräch erfassen wir Ihre aktuelle Symptomatik und Lebenssituation sowie relevante biografische Aspekte, etwa familiäre Hintergründe, Schulzeit und bisherige Behandlungen. Ziel ist es, ein umfassendes Bild Ihrer Situation zu gewinnen und die nächsten diagnostischen Schritte vorzubereiten.

4. Weitere Fragebögen zur Differenzialdiagnostik

Da sich ADHS-Symptome mit denen anderer psychischer Erkrankungen überschneiden oder gemeinsam auftreten können, werden im Rahmen der Differenzialdiagnostik zusätzliche Fragebögen eingesetzt. Dadurch werden Fehldiagnosen vermieden und mögliche Komorbiditäten erfasst.

5. Zweitgespräch (strukturiertes Interview)

Im zweiten Termin erfolgt eine strukturierte Erfassung Ihrer aktuellen und früheren ADHS-Symptome. Das strukturierte Interview basiert auf wissenschaftlich validierten Kriterien und prüft, ob die diagnostischen Voraussetzungen erfüllt sind. Es ergänzt das Erstgespräch um eine standardisierte Einschätzung und unterstützt die differenzialdiagnostische Abklärung.

6. Drittgespräch (Rückmeldung und schriftlicher Befund)

Auf Basis aller vorliegenden Informationen erfolgt eine abschließende diagnostische Beurteilung. Im Rahmen eines Abschlussgespräches werden die Ergebnisse der Tests, Fragebögen und Interviews gemeinsam besprochen und mögliche Therapie- und Unterstützungsoptionen erläutert. Bei einer Diagnostik in Präsenz erhalten Sie den schriftlichen Befund direkt im Anschluss; bei einer Online-Diagnostik wird er Ihnen postalisch zugesandt. Der ausführliche Bericht fasst sämtliche Ergebnisse zusammen und dient als Grundlage für die weitere (medikamentöse) Behandlungsplanung. Bitte beachten Sie, dass mir als Psychologische Psychotherapeutin keine medikamentöse Verordnung möglich ist. 

Kosten einer ADHS-Diagnostik

Die Abrechnung erfolgt transparent nach der Gebührenordnung für Ärzt:innen (GOÄ) bzw. Psychotherapeut:innen (GOP). Die Kostenübernahme einer ADHS-Diagnostik hängt von Ihrer Versicherungsart ab:

Gesetzlich Versicherte

 

Als Privatpraxis habe ich keinen Vertrag mit den gesetzlichen Krankenkassen zur Kostenübernahme. Das bedeutet, dass Ihre gesetzliche Krankenkasse die Kosten für eine ADHS-Diagnostik nicht übernimmt. Als gesetzlich Versicherte:r können Sie jedoch eine ADHS-Diagnostik als Selbstzahler:in in Anspruch nehmen. 

Privat Versicherte/
Beihilfeberechtigte 

Abhängig von Ihrem individuellen Versicherungstarif übernehmen private Krankenversicherungen die Kosten für eine ADHS-Diagnostik meist vollständig oder anteilig. Beihilfestellen übernehmen in der Regel einen Teil der Kosten, der Rest wird durch eine private Zusatzversicherung abgedeckt. Es ist ratsam, vor Beginn der Therapie Rücksprache mit Ihrer Versicherung bzw. Beihilfestelle zu den Erstattungsmöglichkeiten zu halten, die genauen Vertragsbedingungen zu erfragen und sich die Kostenübernahme schriftlich bestätigen zu lassen. Werden die Kosten im Einzelfall nicht bzw. nicht in voller Höhe übernommen, verpflichten Sie sich, die ggf. entstehenden Mehrkosten Ihrer Behandlung als Eigenanteil privat zu tragen. 

Selbstzahler:innen

 

Wenn Sie die Kosten für eine ADHS-Diagnostik selbst tragen, ist keine Genehmigung durch Krankenkasse oder Beihilfe erforderlich. Es erfolgt keine Hinterlegung von Diagnosen bei Versicherungen, Arbeitgebern oder Behörden, und die Behandlung wird nicht bei der Krankenkasse dokumentiert. Diese Option bietet ein hohes Maß an Diskretion und kann sinnvoll sein, wenn Sie mögliche Auswirkungen auf zukünftige Versicherungsanträge oder eine Beamtenlaufbahn vermeiden möchten. Als Selbstzahler:in sind Sie zudem nicht an formale Vorgaben gebunden: Dauer, Frequenz und Verfahren können flexibel gestaltet werden. Hinzu kommen kurze Wartezeiten und eine unkomplizierte Terminvergabe.

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